3G Abschaltung: Welche Auswirkungen kann das auf Ihr LoRaWAN Netz haben?

Yannick Hoffmann
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Inhalt

3G Abschaltung Ende Juni 2021 

Telekom und Vodafone werden ihre 3G Netze endgültig Ende Juni 2021 abschalten. Ende des Jahres zieht auch Telefonica /O2 nach. Seit 2000 hat 3G, auch UMTS genannt, in Deutschland für mobiles Internet mit einer damals sensationellen Geschwindigkeit von bis zu 42 Mbit/s (HSPA+) gesorgt. Durch die fast flächendeckende Verfügbarkeit von 4G und den Ausbau von 5G wird 3G nun nicht mehr benötigt. Das kann Auswirkungen auf Ihr LoRaWAN Netz haben. In LoRaWAN Netzen haben Gateways die Funktion, die gesendeten Daten der Sensoren oder Endgeräte in ihrem Umkreis zu empfangen und an die LoRaWAN Netzwerk-Server und IoT-Anwendungen weiterzuleiten. Je nach Verfügbarkeit leiten sie die Daten oft über LAN, WiFi oder eben Mobilfunk weiter.   

Blog Artikel Was ist LoRaWAN und lohnt sich der Aufbau?

Erste Generation von LoRaWAN Gateways sendet mit 3G 

Wenn Sie schon früh mit dem Ausbau Ihrer LoRaWAN-Infrastruktur angefangen haben, sind die Chancen hoch, dass bei Ihnen noch die erste Gateway-Generation im Einsatz ist. Ältere LoRaWAN-Gateways arbeiten oft mit 3G. Die 3G Abschaltung kann also bedeuten, dass einige Ihrer LoRaWAN-Gateways keinen 3G-Empfang mehr haben. Wenn das so ist, sollten Sie jetzt folgendermaßen vorgehen: 

3 Schritte für die Vorbereitung 

  1. Prüfen Sie zeitnah, ob Ihre Gateways schon 4G unterstützen. Ja? Dann prüfen Sie, ob alle auch über 4G senden, und wenn ja,  dann haben Sie keine Probleme. 
  1. Falls nicht, überprüfen Sie, ob ein 2G Modul vorhanden ist. Ältere Gateways können oft 2G und 3G, und 2G wird nicht abgeschaltet, weil es in zu vielen kritischen Infrastrukturen verbaut ist. 
  1. Wenn Ihre Gateways 2G können, testen Sie die 2G Funktion im Netz. In der Regel sind keine Probleme zu erwarten. LoRaWAN benötigt keine hohen Übertragungsgeschwindigkeiten, und wir haben in unseren ausführlichen Tests keine Beeinträchtigung der Übertragung von LoRaWAN-Daten feststellen können. Auch unser Gateway Monitoring, mit dem wir kontinuierlich die Verfügbarkeit und Performance überwachen, funktioniert problemlos über 2G.  
    Sie können auch durch Konfiguration eine Umstellung der LoRaWAN Gateways auf 2G vor der Abschaltung von 3G erzwingen. Damit können Sie schon vor der Abschaltung von 3G Gateways ohne 2G Empfang identifizieren und austauschen , z.B. gegen Modelle, die über 4G senden.  Wenn 2G nicht möglich ist, viele Ihrer Gateways keinen 2G Empfang haben oder Sie sich Sorgen bezüglich Übertragungskapazität machen, überprüfen Sie, ob eine Nachrüstung mit 4G Modulen möglich ist. Entweder bietet der Hersteller selbst eine Lösung an, oder es kann eine entwickelt werden. Hier müssen Sie die Kosten einer Entwicklung des 4G Moduls gegen den Autausch von Gateways gegenrechnen. Je nach Menge geht das unterschiedlich aus.   

Was passiert nach der Umstellung älterer Gateways auf 2G? 

Falls sie Ihre Gateways im 2G Betrieb laufen lassen müssen, können Sie davon ausgehen, dass weiterhin alle LoraWAN Daten ankommen. Softwareupdates könnten in Zukunft länger dauern, aber auch diese funktionieren grundsätzlich.  

Keine Panik 

Die 3G Abschaltung kann für LoraWAN Netzwerkbetreiber erst einmal erschreckend sein. Wenn man die richtigen Schritte zur Vorbereitung trifft, kann man das Risiko von fehlenden Daten allerdings minimieren. Wer ganz sicher gehen möchte, schaltet seine Gateways schon vor Abschaltung von 3G auf 2G um und überwacht die zuverlässige Übertragung der Daten in seinem Monitoring. Übrigens, eine Abschaltung der 2G Netze wird es nicht geben. Gerne können Sie uns auch für weitere Unterstützung für Ihr LoRaWAN Netz ansprechen. 

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