Unsere “Corona-Ampel”: Grünes Licht für Ihre Gesundheit

Lena Sauermann
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Inhalt

Bei Rot musst du warten, bei Grün musst du starten

Eine Ampel gegen die Verbreitung des Corona-Virus? Klingt einfach, ist es auch. Mit unserer Lösung lässt sich auf die Aerosolkonzentration in der Raumluft schließen und dementsprechend handeln. So können Menschengruppen zusammen in einem Raum arbeiten und lernen und gleichzeitig das Ansteckungsrisiko reduzieren. Doch wie genau funktioniert das?

Corona bestimmt derzeit viele Aspekte unseres Lebens. Die berechtigte Sorge, dass sich das Virus weiterverbreitet, lässt uns den Kontakt zu anderen Menschen meiden, freiwillig oder unfreiwillig. Das Virus überträgt sich nicht nur über Tröpfchen beim Niesen und Husten, sondern auch über Aerosole, feinste Flüssigkeitspartikel in der Luft. Aerosole werden bei jedem Ausatmen, Sprechen und Singen mit ausgestoßen. Diese Aerosole sinken oft erst nach Stunden zu Boden und verbreiten sich weit im Raum, so dass Abstand halten nicht ausreicht, um die Ansteckung in geschlossenen Räumen zu verhindern.

Unser Alltagsleben beruht aber auf dem Zusammentreffen von Menschen in Räumen. Sei es die Schule oder die Uni, der Sport oder die Zusammenarbeit in Teams – gerade jetzt wo der Winter kommt, wird immer mehr davon in Räumen stattfinden. Und wir wollen unbedingt, dass vieles davon stattfinden kann, ohne Menschen zu gefährden.

Der Zusammenhang zwischen CO2-Werten und Aerosolen-Konzentrationen

Also müssen wir einen Weg finden, das Zusammensein von Menschengruppen in Räumen relativ gefahrlos zu ermöglichen. Alltagsmasken und Hände waschen helfen, aber gut durchlüften hat sich als noch wirksameres Mittel erwiesen. Jetzt im Sommer ist das kein Problem. So lange kein Starkregen vom Himmel fällt, sind die Fenster in unserem Büro alle permanent offen. Aber was, wenn es jetzt kühler wird? Woher können wir wissen, wann wir lüften müssen? Und was ist mit Räumen, in denen man nicht so leicht Fenster öffnen kann? Wann muss eine Pause gemacht werden, und wann dürfen die Leute wieder rein?

CO2 ist ein sehr zuverlässiger Indikator für Aerosole, es gibt einen durch eine Formel definierten Zusammenhang zwischen beiden. Mit steigendem CO2-Gehalt in der Luft steigt auch die Aerosol-Konzentration. Bestimmt und beobachtet man den CO2-Gehalt der Raumluft, so kann man Rückschlüsse auf die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung mit Covid-19 durch Aerosole ziehen, ohne die Aerosole oder die Viren selbst zu messen. Aerosole lassen sich nämlich nur schwer messen, da sie gemeinsam mit anderen Teilchen gleicher Größe in der Luft schweben. Für den CO2-Gehalt der Luft gibt es langjährig erprobte Sensorik. Wenn wir den CO2-Gehalt der Raumluft kennen, können wir also bedarfsgerecht lüften und Pausen einplanen.

Mit steigendem CO2-Gehalt in der Luft steigt auch die Aerosol- und Virenkonzentration

Gefahr erkannt, Gefahr gebannt

„Als wir von dieser Tatsache erfahren haben, haben wir schnell gemerkt, dass wir so eine Lösung schnell und kosteneffizient entwickeln und umsetzen können“, sagt Aaron, Data Scientist bei ECBM. So entstand die Idee einer Plug&Play-Lösung, mit der man ohne großen Installations- und IT-Aufwand den CO2-Gehalt der Raumluft messen kann. Der erste Prototyp war schnell gebaut: Aaron und Jonathan haben sich zusammen in Jonathans Wohnung verschanzt, einen Tag lang getüftelt, programmiert und gelötet und fertig war unsere erste Corona-Ampel. Einen CO2-Sensor hatten wir schon bei uns im Büro. Diesen haben wir mit unserem LoRaWAN-Netzwerk verbunden und die gesendeten Daten in einem Dashboard visualisiert. Für ein für jeden sichtbares Signal haben wir anschließend noch eine LED-Matrix als Ampel an das System angeschlossen, die auf einen Blick anzeigt, ob gelüftet werden muss oder nicht.

So funktioniert unsere „Corona-Ampel“

Mit unserer Plug&Play-Lösung können Sie unabhängig von der IT-Organisation auf den CO2-Gehalt im Raum achten. Dank der Besonderheiten der LoRaWAN-Technologie kommt auf die IT kein zusätzlicher Mehraufwand zu. Einfach den Sensor einschalten, und die Corona-Ampel und das Gateway in die Steckdose stecken. Da der Sensor batteriebetrieben ist, können Sie ihn an einer beliebigen Stelle anbringen. Die Daten des Sensors werden vom Gateway über Mobilfunk übertragen, so dass keine Einbindung in lokale Netze nötig ist.

Die Ampel zeigt auf einen Blick an, in welchem Bereich sich der CO2-Gehalt befindet und ob man lüften muss

Auf unserem Server werden die CO2-Daten in Echtzeit ausgewertet und ein entsprechendes Signal an die Corona-Ampel gegeben. Sowohl der Sensor als auch die Corona-Ampel funktionieren über LoRaWAN, was eine um ein Vielfaches geringere Strahlenbelastung als ein Handy verursacht. In unserem Dashboard können Sie auch mehrere Räume gleichzeitig überwachen und die CO2 Werte überprüfen.

Alle Räume im Blick – Mit unserem Dashboard sehen sie die CO2 Konzentration in Ihren Räumen.

Die Corona-Ampel eignet sich dabei für jeden Betrieb und jedes Unternehmen im privaten oder öffentlichen Sektor, das seine Mitarbeiter, Gäste und Benutzer ein Mehr an Sicherheit bieten will. In Klassenräumen, Sporthallen, Büros und Meetingräumen, Kirchen, Gaststätten oder Hotels: Vor allem da, wo sich Menschen in größeren und unterschiedlichen Gruppen aufhalten, entfaltet diese Ampel ihre besondere Kraft. Unsere Corona-Ampel schützt Sie aber nicht nur vor einer zu hohen Konzentration von Aerosolen in der Luft, sondern trägt auch maßgeblich zur Einhaltung und Steigerung der Luftqualität bei. Das Bundesumweltamt mahnt, dass eine CO2-Konzentration zwischen 1000 und 2000 ppm als auffällig und Konzentrationen über 2000 ppm inakzeptabel sind. Die Folgen einer derart hohen CO2-Konzentration in der Luft sind u.a. eine deutliche Zunahme von Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schwindel und Konzentrationsschwäche.

Historie – Mit unserem Dashboard können Sie auch die vergangenen Werte des CO2 Gehalts einsehen.

Wenn Sie Interesse an unserer Lösung haben und bei Rot auf die Corona-Bremse treten wollen, rufen Sie uns einfach an oder schreiben uns hier.

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