Wo ist Walter? Die Herausforderungen im Talent Management

Simon Bunjamin
Ein Bild mit Menschen die sich in typischer "Wo ist Walter" Manier verkleidet haben. Rot gestreifte Mütze und Pullover.
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Inhalt

Wer ist Walter überhaupt? Und warum muss ich ihn suchen?

Vielleicht erinnern Sie sich noch das Such-und-Finde Kinderbuch „Wo ist Walter“? Walter, den man an seiner Brille, einem rot-weiß gestreiften Pullover und einer Pudelmütze erkennen konnte, hatte sich Seite für Seite in einer Menschenmasse in einer Stadt, auf einem Jahrmarkt oder am Strand versteckt. Er war ein Meister seines Faches. Wer Walter damals zuverlässig finden konnte, hat heute vielleicht einen kleinen Vorteil. Denn Personalverantwortliche stehen heute vor der Herausforderung, vermehrt Personal mit Software und IT-Kenntnissen zu rekrutieren.

Immer öfter stellen Software und IT-Komponenten das Herz einer Maschine oder einer ganzen Anlage dar. Sie geben den Rhythmus vor nach der sich eine gesamte Prozesskette richtet. Bei diesem weitreichenden Wandel sehen sich Unternehmen mit ganz elementaren Fragen konfrontiert: was kann ich digitalisieren, was muss ich digitalisieren, wann und wie muss ich es digitalisieren? Selbst wenn Ihr eigenes Produkt nicht digital ist und auch in Zukunft nicht digitalisiert wird, werden IT-Anwendungsbetreuer, Datenwissenschaftler und IT-Projektmanager benötigt, um die eigene IT-Infrastruktur zu betreuen und sämtliche Geschäftsabläufe optimal durch den Einsatz neuer IT-Technologien zu unterstützen und aktiv zu gestalten.

Herausforderungen im Talent Management 

Bei der Suche nach Walter als Software-Ingenieur warten drei strukturelle Herausforderungen auf Sie:

  • IT-Fachkräfte sind heiß begehrt und rar auf dem Markt. Jede*r (!) will sie, jede*r (!) braucht sie. Der öffentliche Sektor konkurriert mit dem privaten Sektor um die klügsten und innovativsten Köpfe aller Länder. Die Auswahl für Bewerber*innen ist groß, vor allem die Softwareindustrie lockt mit strahlendem „IT-Faktor“ 

  • Die Arbeits-, Entwicklungs- und Produktionszyklen in der Softwareentwicklung haben einen ganz anderen Rhythmus und führen zu neuen Formen des Projektmanagements. Die im Ingenieurswesen üblichen langen und intensiven Planungs- und Entwicklungsphasen gibt es hier nicht. Es wird viel und schnell gemacht und getestet. Es werden reihenweise Fehler gemacht und agil auf neue Umstände reagiert. Je früher ein Projekt oder Prozess fehlschlägt, desto schneller wird das richtige gefunden. Eine Software hat aber auch keinen Lebenszyklus von 20 Jahren mehr.

  • Digitalisierung ist keine Frage der Technik, sondern ein umfassendes Change-Management Projekt. Alte Arbeitsweisen und -strukturen werden aufgebrochen. Der neue Typus Arbeitskraft bringt eigene Fähigkeiten, Erwartungen aber auch Herausforderungen mit. Ein Generationenkonflikt ist vorprogrammiert, wenn Sie Ihre Organisation und Mitarbeiter nicht rechtzeitig auf diesen Wandel vorbereiten, sie aktiv mit einbinden und Schnittstellen fördern, damit die alte und die neue Welt zusammenkommen und miteinander arbeiten kann.

Lösungsansätze

Das Alte wird durch diesen Wandel nicht sofort schlecht, das Neue allein nicht zum Allheilmittel erkoren. Erst in Kombination werden die Kräfte freigesetzt, die zu einem echten Wettbewerbsvorteil führen. Als Hersteller oder Betreiber von Anlagen und Maschinen haben Sie gegenüber IT-Dienstleistern einen entscheidenden Vorteil. Sie verfügen bereits über historisches Domainwissen und haben ein Gespür für Kunden, Anwendungsfälle und Entwicklungsszenarien. Doch wie können Sie die Alten für das Neue begeistern und die Neuen für das Alte gewinnen?

Wichtig ist, dass Sie im Rahmen von eigenen Pilotprojekten Ihren Mitarbeiter*innen demonstrieren, was möglich und was nötig ist. Rechnen Sie mit Widerstand und Berührungsängsten und setzten Sie konkrete Anwendungsfälle entgegen, die ein bestimmtes Problem lösen und allen Beteiligten einen Mehrwert bieten. Geben Sie Ihren Mitarbeiter*innen die Möglichkeit und Freiheit sich weiterzubilden, damit sie auch in der neuen Arbeitswelt einen signifikanten Beitrag zum Unternehmenserfolg leisten können.

Sobald Sie ein oder mehrere Pilotprojekte haben, die Mitarbeiter*innen die Möglichkeit geben an Innovationen zu arbeiten, die Freiheit diese aktiv zu gestalten und zu verantworten, wecken Sie auch das Interesse und die Neugier von Software-Ingenieuren, die gemeinsam Brücken bauen und neue Maßstäbe setzen wollen. Sie suchen nach abwechslungsreichen Projekten, in denen sie sich sowohl persönlich einbringen als auch fachlich weiterentwickeln können.

Ein weiteres Ass, das vor allem der Mittelstand in Ärmel hat, ist die Flexibilisierung von Arbeitszeiten, die die immer wichtiger werdende Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben ermöglicht. Schrecken Sie daher auch nicht von Arbeitsmodellen zurück, die aus einer Mischung von Präsenzzeiten und Arbeit von zu Hause aus bestehen. Gerade in der heutigen Zeit erleben Unternehmen und Angestellte, dass das Arbeiten aus der Ferne mittels modernen Kommunikationstechnologien sehr gut funktionieren kann.

Sie brauchen weitere Ideen, Anregungen oder haben Fragen? Wir stehen Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite, sowohl in der digitalen als auch analogen Welt.

Bild: William Murphy aus Dublin, Ireland. 

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