Digitalisierte Unternehmen wachsen stärker in Umsatz und Ertrag

Haben Sie sich in letzter Zeit noch gefragt, ob die Digitalisierung für den Mittelstand tatsächlich soviel bringt, wie häufig behauptet wird? Jetzt gibt es nur noch eine Antwort – Ja! Ein Gemeinschaftsprojekt von Iskander Business Partner, der Deutschen Telekom und weiteren Beteiligten hat den Digitalisierungsstand des deutschen Mittelstandes untersucht. Außerdem wurde der Zusammenhang zwischen dem Digitalisierungsgrad und dem Geschäftsergebnis betrachtet. Befragt wurden 54 mittelständischen deutschen Unternehmen, unter anderem aus den Bereichen Industrie, Handel, Konsumgüter und Dienstleistungen. Wir haben die Ergebnisse für Sie zusammengefasst.

 

Ein hoher Digitalisierungsgrad macht erfolgreicher

Das Ergebnis der Studie ist glasklar – die hoch digitalisierten Befragungsteilnehmer sind deutlich erfolgreicher als der Rest. Untersucht wurde die „Digitale Dividende“, die für den Zusammenhang zwischen dem Digitalisierungsgrad und dem Geschäftsergebnis steht. Hierbei lag das durchschnittliche Umsatz- und Gewinnwachstum der „Digital Leader“ mit 12,8% bzw. 19,8% um einiges über dem Rest der Befragten. Zu diesen Digital Leadern gehören bereits ein Viertel der Befragten, was ein gutes Zeichen dafür ist, dass der deutsche Mittelstand sich auf dem richtigen Weg befindet.

Es gibt aber auch noch viele mittelständische Unternehmen, die nur einen geringen Digitalisierungsgrad aufweisen. Dreißig Prozent der Studienteilnehmer wurden als Digital Starter eingestuft. Diesen Unternehmen fehlen meist klare Zielbilder und Strategien für eine erfolgreiche digitale Transformation. Was können wir also von den Verhaltensweisen der Digital Leader lernen, um selbst einer zu werden?

 

Wie lässt sich der Digitalisierungsgrad und die digitale Dividende steigern?

Was gilt es bei der digitalen Transformation eines Unternehmens zu beachten? Auch auf diese Frage gab das Gemeinschaftsprojekt klare Antworten:

 

Strukturierte Planung

 

Um Fehler wie fehlende Zielbilder und Strategien bei der digitalen Transformation zu vermeiden, ist eine klar strukturierte Planung für die Gestaltung der Veränderungsprozesse unerlässlich. Hier gilt, nur wer weiß wo die Reise hingeht, kann effektiv an der Umsetzung arbeiten. Damit das auch in der Praxis funktioniert, gibt es eine Vielzahl von digitalen Management-Ansätzen, die Ihnen dabei helfen. Ein Beispiel hierfür ist das Portfolio-Management nach dem Three-Horizon-Modell. Das Modell hilft dabei, sich auf die Innovations- und Wachstumsziele zu fokussieren und dabei die aktuellen und angestrebten Geschäftsfelder im Blick zu haben.

 

Erfolgsfaktoren interne Effizienzsteigerung + Kundenerlebnis

 

Für den Großteil des deutschen Mittelstandes ist die Digitalisierung noch immer in erster Linie ein Effizienzprojekt. Und somit ist es auch kaum verwunderlich, dass für 60% der Befragten die Verbesserung der internen Geschäftsprozesse ausschlaggebend für eine höhere Profitabilität ist. Es zeichnet sich jedoch auch ein klarer Trend in eine andere, sehr erfolgversprechende Richtung ab. Die Rede ist von der Customer Experience – dem Kundenerlebnis. Digitale Technologien wie Online-Kundenportale, eServices und eSupport bieten viele Möglichkeiten, mit den Kunden auf neue Art und Weise in Kontakt zu treten. Des Weiteren lassen sich online auch Neukunden gewinnen, die bisher offline nicht erreichbar waren. Befragungsteilnehmer, die auf verbesserte Kundenerlebnisse setzen, konnten noch höhere Erfolge aufweisen als diejenigen, die sich nur auf interne Effizienzsteigerungen konzentrieren. Es ist also naheliegend, dass für eine optimale Steigerung der digitalen Dividende eine Kombination aus Effizienzsteigerung und Kundenerlebnis ein guter Weg ist.

 

Digitale Transformation ist ein Kulturprojekt

 

Der digitale Umbruch eines Unternehmens geht jeden Mitarbeiter etwas an, das gilt auch für die älteren Semester unter den Angestellten. Laut der Studie ist das aber bei weitem noch nicht in allen Unternehmen angekommen. Erst etwas mehr als ein Drittel gaben an, bei dem Thema digitale Transformation auf Transparenz zu setzen. Weiterbildungsmöglichkeiten zum digitalen Kompetenzaufbau sind leider noch nicht selbstverständlich und Digital-Experten ein klarer Engpassfaktor. Dabei liegen die Vorteile einer transparenten Digitalisierung auf der Hand. Bezieht man alle Mitarbeiter in den Prozess ein, können diese sich viel einfacher damit identifizieren und auch mögliche Bedenken ganz einfach aus dem Weg geräumt werden. Das beschleunigt den Veränderungsprozess enorm und steigert die Akzeptanz der Mitarbeiter.

 

Digitalisierung ist keine Frage der Unternehmensgröße

 

Ist die Digitalisierung nur etwas für die großen Unternehmen? Von wegen! Gerade kleine Unternehmen können durch Digitalisierung neue Märkte erschließen und ihre Effizienz steigern. Digitalisierte Einsatzplanung von Servicetechnikern führt zu genauerer Abrechnung und besserer Planung, wodurch der Umsatz deutlich gesteigert werden kann. Vernetzung von Baustellenmitarbeitern und Ingenieuren führt zu einer erheblichen Beschleunigung der Problemlösung, weil der Ingenieur z.B. über das Tablet des Bauarbeiters das Problem direkt sehen kann, ohne zur Baustelle zu fahren. Und die Ausstattung von Mitarbeitern mit moderner IT erhöht die Attraktivität des Arbeitsplatzes. 

 

Wir fassen zusammen:

  • Digitale Dividende – Unternehmen mit hohem Digitalisierungsgrad sind deutlich erfolgreicher
  • Digitale Management-Ansätze: Eine klar strukturierte Planung der digitalen Transformation ist existenziell für den Erfolg
  • Effizienzsteigerung durch interne Digitalisierung + Absatzsteigerung / Neukundengewinnung durch digitales Kundenerlebnis = maximaler Unternehmenserfolg
  • Einbeziehen aller Mitarbeiter erleichtert Veränderungsprozess
  • Digitalisierung kann auch bei kleinen Unternehmen Großes bewirken

Die Studie finden Sie hier.

 

Wir unterstützen Sie gerne bei Ihrer Digitalen Transformation.

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