Industrie 4.0 mal ganz süß

Vernetzte Schokolade - jetzt geht es wirklich zu weit mit diesem Internet der Dinge?

 

Zum Glück ist es nicht die Schokolade, die vernetzt ist, sondern die Maschinen zu ihrer Herstellung und Verpackung. Und das Ganze war zunächst auf der Messe Interpack zu sehen. Die genaue Beschreibung dessen, was gezeigt wurde, finden Sie hier. Was in dem Artikel jedoch nicht steht, ist, was die Vernetzung den beteiligten Unternehmen, und vielleicht auch dem Schokoladenesser, bringt. Hier nur einige Punkte:

  1. reduzierte Lagerhaltung an den einzelnen Maschinen
  2. reduzierter Ausschuss
  3. höhere Gesamtverfügbarkeit
  4. einfachere Abstimmung
  5. Möglichkeiten zur Verbesserung des Gesamtprozesses

Warum?

  1. Wenn die erste Maschine schneller produziert als die zweite, bauen sich schnell Lagerbestände an der zweiten Maschine auf. Das passiert im vernetzten Verbund nicht, weil die Geschwindigkeit an den Langsamsten in der Linie angepasst wird. Also liegen keine Schokoladenberge mehr vor der Verpackungsmaschine.
  2. Die falsche Verpackung um ein Produkt wird vermieden. Weiße Schokolade in der Nougat-Verpackung? Nie wieder. Denn die Verpackungsmaschine weiß, dass die Schokoladen-Maschine gerade weiße Schokolade herstellt, und wann sie damit aufhört.
  3. Jede Maschine im Verbund weiß, wann die andere verfügbar ist und wann nicht. Gemeinsames An- und Ausschalten, mit sinnvollem zeitlichen Versatz, ist möglich. Produktionshallen- und Unternehmensübergreifend, wenn nötig.
  4. Keine ständigen Absprachen der Mitarbeiter an den verschiedenen Maschinen mehr notwendig, da die Maschinen vieles davon selbst übernehmen. Produktionsplanung ist natürlich nach wie vor wichtig, aber die Abstimmung zur Umsetzung des Produktionsplans kann verstärkt über die Maschinen selbst laufen.
  5. Mehr Daten über die Maschinenzustände, Geschwindigkeiten, Rüstzeiten etc. stehen zur Verfügung. Mit diesen Informationen können die Unternehmen die Maschinen dauerhaft weiter entwickeln und erkennen Schwachstellen im Prozess.

Und jetzt beiße ich zufrieden in die leckere Schokolade auf meinem Schreibtisch und freue mich über die vielen Chancen, die uns das Internet der Dinge bietet.


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